In den Weihnachtsferien lag eine Anfrage vor die per Fax beantwortet werden sollte – Grund genug, (mal wieder) zu recherchieren, wie man die FritzBox zur Zusammenarbeit bewegen kann, so dass es möglich ist, vom Laptop aus Faxe zu versenden.

Grundlage der Durchführung  hier im Keller sind dabei die folgenden Komponenten:

  • FritzBox 7390
  • Laptop mit Manjaro i3 –  also letztlich Arch Linux

Als Software, die „das kann“ (also Faxen machen), ermittelt man recht rasch Roger-Router, für dieses Programm gibts im AUR ein Paket – pacaur, der Paketmanager meiner Wahl, installiert das mit dem Befehl

pacaur -S roger-router pulseaudio pulseaudio-alsa

Damit wird das Software Paket geladen und übersetzt, anschließend im System installiert. Pulseaudio ist eine Abhängigkeit von Roger-Router, die im AUR-Paket nicht korrekt hinterlegt ist, das Paket pulseaudio muss installiert werden.  Die Konsole sagt,  dass man den Drucker, der später zum Faxversand verwendet wird noch anlegen muss:

Wenn man, wie empfohlen diesen Befehl ausführt (am besten mit vorangestelltem sudo), erhält man einen Drucker mit dem Namen Roger-Router-Fax, den man künftig für den Fax-Versand verwenden kann.

sudo lpadmin -p "Roger-Router-Fax" -E -v roger-cups:/ -P /usr/share/cups/model/roger-fax.ppd

Alle Benutzer, die Faxe versenden sollen müssen Mitglied der Gruppe lp sein, das erreicht man beispielsweise durch Ausführen des Befehls

sudo usermod -a -G lp BENUTZERNAME

Anschließend muss man dafür sorgen, dass die neuen Gruppenzugehörigkeiten auch tatsächlich für die aktuelle Sitzung angewandt werden, am einfachsten geht das durch einen Neustart des Rechners, man kann aber auch die Xsession  neu starten und schauen obs dann schon tut. In jedem Fall sollte Roger-Router beim Start aus einem Terminal mit dem Befehl roger keine unzureichenden Rechte auf das Spoolverzeichnis /var/spool/roger/ beklagen, sondern direkt in den Setup Assistenten starten.

Dort muss man das Kennwort der Fitzbox sowie das Kennwort des ftpusers auf der FritzBox hinterlegen, dann sieht man bereits die Anrufliste. Wenn Roger beim Öffnen der Einstellung hängen bleibt, fehlt das Pulseaudio Paket.

Um tatsächlich ein Fax zu versenden, muss Roger gestartet sein, um die Faxnummer abfragen zu können. Wenn man dann aus einem beliebigen Programm heraus den zuvor angelegten Drucker Roger-Router-Fax auswählt und druckt, öffnet sich der Wähldialog von Roger. Dort gibt man die Faxnummer des Empfängers ein und drückt die Hörertaste für wählen – schon gehts los.

  • Der Sendebericht wird auf dem lokalen Rechner gespeichert, den genauen Pfand kann man in Rogers Einstellungen festlegen.
  • Auf der Fritzbox muss das Protokoll CAPI over TCP eingeschaltet sein. Das kann man durch wählen von #96*3* auf einem an der Fritzbox angeschlossenen Telefon sicherstellen.
  • Wenn Roger-Router nicht gestartet ist und man auf den Fax-Drucker druckt, erhält man keine Fehlermeldung, aber auch kein Fax. Der Auftrag erscheint in Cups einfach als erledigt. Hallo.

 

 

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