…und das mitten im Sommer!

Stundenlanges Ausharren in der Küche... worauf warten die nur? Und warum wissen die, dass ich für sie backe? Achso, klar, das denken sie eh immer!

Heute ist der erste Tag meines Sommerurlaubs. Im Klartext: Keine Termine, keine ToDo-Liste, keine Tagesplanung. Deshalb habe ich beschlossen, heute genau das zu tun, was mir als erstes in den Sinn kommt. Draußen regnet es seit dem frühen Morgen in Strömen, also fallen Gartenaktionen schon mal weg. Schade. Andererseits: Ich, intern auch als Küchenfee des Grauens bezeichnet, wollte doch schon länger mal gesunde und leckere Goodies für unsere Hunde selbst backen! Da es sich heute eh nach Herbsttag anfühlt ist mir das wohl in den Sinn gekommen. Und auch, weil ich gestern abend auf dieser tollen amerikanischen Website mit zahllosen Rezepten für alle Geschmäcker und Einschränkungen hängen geblieben bin. Fünf davon habe ich ausgesucht, schon allein deshalb, weil unsere Drei auf Grund ihres Alters bzw. Zustands unterschiedliche Ernährungsbedürfnisse haben.

1. Keks und Betthupferl „Alter Knochen“

Die Rohstoffe für Neros Veggieknochen...
Die Rohstoffe für Neros Veggieknochen…
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…und das Produkt: Hundekuchen als Betthupferl und kleinere Kekse für Zwischendurch

Unser Hundeopa Nero ist gleichzeitig auch amtierender Riesenköter des Hauses. Stattliche 40kg bringt er noch auf die Waage, und das wird bei seinem gesegneten Appetit, den er zum Glück noch hat, wohl auch nicht so schnell weniger. Mehr darf es aber auch nicht werden, denn wir haben ihm mit Mühe fast fünf Kilogramm abgetrotzt – das hat ihm bei seiner Arthrose und den diversen anderen Altersleiden sehr gut getan. Nero bekommt von unseren Hunden am wenigsten Fleisch, denn zu viel Protein verschlimmert seine Schmerzen und er braucht dann gleich mehr Medikamente. Für ihn habe ich ein vegetarisches, quasi fettfreies und ballaststoffreiches Rezept ausgesucht, das den Magen ordentlich füllt und groß genug ist, dass sogar Nero den Eindruck hat, er hätte was gegessen (und nicht aus Versehen eine Fliege verschluckt).

Zutaten

1 Banane
2 geriebene Karotten
1 1/2 große Tassen Dinkelvollkornmehl
1 Tasse Haferflocken
3 EL Apfelmus
etwas Wasser

Zubereitung

Zuerst die trockenen, dann die nassen Zutaten vermischen und Kneten. Soviel Wasser zugeben, dass ein glatter (und zugegebenermaßen sehr klebriger) Teig entsteht. Diesen in viel Mehl ausrollen, Kekse ausstechen oder von Hand formen.

Im vorgeheizten Ofen bei 160°C (Umluft) ca. 25 Minuten backen.

2. Keks und Betthupferl „Casino Royal“

Gourmetsnack, den ich übrigens auch lecker finde!
Gourmetsnack, den ich übrigens auch lecker finde!
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Grade gut genug für die Chefin des Hauses!

Unsere Indie ist im besten Alter, sehr athletisch und schlank (und schnell…) wie eine Gazelle. Außerdem ist sie die Chefin unter den Hunden. Ihre Stellung leitet sich daraus ab, dass sie schließlich auch die meiste Arbeit erledigt, die im Rudel anfällt. Und seit der kleine Higgs dazu gekommen ist, den sie erziehen muss, ist sie quasi eine doppelt belastete berufstätige Mutter… Da ist es nur fair, wenn sie sich ab und an ein exklusives Schmankerl gönnt, das auch mal ein Kaloriechen mehr hat!

Zutaten

220g Dinkelvollkornmehl
50g geriebener Parmesan
1 Ei
1 EL Naturjoghurt
2 EL getrocknete Petersilie
2 TL geschroteter Leinsamen
etwas Wasser

Zubereitung

Zuerst die trockenen, dann die nassen Zutaten vermischen und Kneten. Soviel Wasser zugeben, dass ein glatter Teig entsteht. Diesen in viel Mehl ausrollen, Kekse ausstechen oder von Hand formen.

Im vorgeheizten Ofen bei 160°C (Umluft) ca. 15 Minuten backen.

3. Kekse und Betthupferl „Backfisch“

Proteine für das Hundebaby - aber lecker!
Proteine für das Hundebaby – aber lecker!
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Falls du dich fragst, weshalb Higgs Fledermauskekse bekommt – hast du mal seine Ohren angeschaut???

Der kleine Higgs ist mit seinen 14 Wochen noch ein echtes Hundebaby. So sieht er gar nicht aus, denn er wiegt schon 13kg und ist zumindest schon so weit gewachsen, dass er nicht mehr unter unserem igeldurchlässigen Gartenzaun durchschlüpfen kann. In dieser Entwicklungsphase benötigt das Mini-Raubtier für seine körperliche und geistige Entwicklung einen besonders hohen Proteinanteil in seiner Nahrung, deshalb bekommt unser Higgs relativ betrachtet am meisten Fleisch. Wir finden ja, dass er seeehr schlau ist und natürlich auch besonders hübsch. Damit das so bleibt gibt es jetzt erstmal ein paar Tage lang Fischgoodies!

 

Zutaten

240g Dinkelvollkornmehl
1 Dose Thunfisch in Wasser
1 Ei
2 EL Rapsöl
2 EL getrocknete Petersilie
etwas Wasser

Zubereitung

Thunfisch mit dem Wasser in einen Mixbecher abgießen, Öl dazugeben, pürieren.  Die trockenen, dann die nassen Zutaten vermischen und Kneten. Soviel Wasser zugeben, dass ein glatter (und dieses Mal extrem klebriger!) Teig entsteht. Diesen in viel Mehl ausrollen, Kekse ausstechen oder von Hand formen.

Im vorgeheizten Ofen bei 160°C (Umluft) ca. 15 Minuten backen.

4. Gedörrte Süßkartoffelstreifen „Hühnchenbrust für Arme“

Vitamin- und mineralstoffreicher Snack für Zwischendurch und zum „Schnullern“ beim Zahnwechsel. Ist hier im Haus noch nicht akut, aber sehr absehbar (ich spreche von Higgs. Bei uns sind die Beißerchen in bester Ordnung). Außerdem lecker – da werden die Hunde ein paar Stücke an uns Primaten abgeben müssen! Der Hundehalter kennt die ubiquitären getrockneten Hühnerfiletstreifen, die kann man wunderbar ab und an durch Süßkartoffel ersetzen!

Zubereitung

Süßkartoffel(n) ggf. halbiert oder ganz in dünne Längsstreifen schneiden. 3-4 Stunden im Backofen dörren (100-120°C). Über Nacht im leicht geöffneten Backofen lassen. Sollten die Süßkartoffeln am nächsten morgen noch zu feucht sein, Vorgang wiederholen!

Bild folgt

5. Trainingsleckerli „Schleppleine“

Nero hat einen, wenn auch auf Mäuse und Eichhörnchen beschränkten, einigermaßen stark ausgeprägten Jagdtrieb. Indie hat einen extrem stark ausgeprägten Jagdtrieb, und zwar hinsichtlich allem, was kleiner ist als sie und entfernt pelzig aussieht. Das ist keine Überraschung, da beide ja rassebedingt Jagdhunde sind. Bei Higgs kann man den Jagdtrieb noch nicht beurteilen, aber Schäferhunde sind diesbezüglich ja auch vorbelastet. Jagen kann man nur verhindern, indem man die Beute schneller sieht als die Hunde (und dann in die andere Richtung geht), oder indem man die Hunde an die Leine nimmt, oder indem man viel interessanter ist als die Beute. Bei uns hilft eine Kombination von all dem. Zur Zeit stehen auf sämtlichen Feldern, gerne auch auf den Feldwegen, hormonell umnachtete Böcke oder von diesen getriebene Ricken (weibliche Rehe, falls sich jemand fragt…) am helllichten Tag einfach so herum. Bis das vorbei ist werde ich versuchen, die Hunde mit dem ultimativen Leckerbissen davon zu überzeugen, das man von der Hatz eines Rehbockes nur Schrammen, Kratzer und blaue Flecke davonträgt und außerdem noch ein übles Donnerwetter vom Frauchen abbekommt, wohingegen man bei tadellosem Benehmen mit ***Erdnussbutter*** rechnen kann!

Rezept und Bild folgen – das mach ich heute nimmer!

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