
Am Freitag Nachmittag lieferte der freundliche Mann von UPS das Päckchen von Lenovo bei mir im Garten ab – heraus kam ein ThinkPad L520. Nötig wurde die Neuanschaffung durch den absehbaren Verlust des Dell-Dienstgeräts – genaueres wird man vielleicht noch lesen können. Continue reading
Fingerübungen
Um die Optionen zur Benutzeranmeldung gegen Radius im WLAN des Schulnetzes mit Chillispot abzuklopfen, habe ich mir den mit einem Preis von etwa 20EUR recht preisgünstigen Router TP-Link WR841ND bestellt – heute ist er eingetroffen, in Version 7.2, wie das Typenschild verrät.
Nur ein dreckiger Hund ist ein guter Hund
Selten habe ich mir den richtigen, eisigen Winter so gewünscht wie jetzt! Mitte Januar, und die Heuschnupfensaison beginnt? Niederschlag ohne Ende, aber alles als Regen? Jedenfalls kommt man sich beim Spaziergang an der Albkante entlang vor wie im chinesischen Hinterland, jedenfalls wenn man sich noch ein paar Reispflanzen auf den sumpfigen überschwemmten Feldern vorstellt.
Die Hunde hingegen lieben es: Bei Mäusens ist Überschwemmung in den Gängen, das gibt jede Menge leckere Mausleichen in unterschiedlichen Verwesungsstadien – das ist praktisch, manche sind noch superlecker, andere hingegen verströmen eine exquisite Duftnote, wie geschaffen für die Nutzung als Parfum. Und das Auftragen macht auch noch Spaß! Jedenfalls liegen die da einfach so rum, man muss nicht mal groß stiften gehen. Paradiesische Zustände! Einzig das Vorwärtskommen ist nach einiger Zeit etwas mühsam, wegen der riesigen Dreckklumpen, die an den Pfoten hängen. Andererseits ist das ein prima Workout, jedenfalls schlummert es sich nach dem Spaziergang ganz ausgezeichnet im weichen Körbchen, solang das Fell in der schönen Kaminwärme trocknet (ist ja schließlich nicht zu kalt zum Baden…).
Wo sind nur die Primaten derweil? Ach ja, die mussten ja nach dem Spaziergang die Stiefel putzen, die Hundefelle wenigstens von der gröbsten Schmutzschicht befreien, sich umziehen und dann noch eben nass wischen, um das schlammbraune Tatzenmuster von den Fliesen zu tilgen…
Und übrigens: Die Katzen sind auch bei Sauwetter immer possierlich und sauber, denn sie putzen sich den Dreck ja gewissenhaft weg – wenn keiner zuhause ist auch gern im Wäscheschrank!
Wo bleibt der verdammte Schnee?!?
Die neue Compute ist da…
Vor kurzem habe ich meine treue Jellosubmarine, an die ich so schöne Erinnerungen habe, aufgegeben. Jellosubmarine war mein Desktop-PC, der jetzt eine fettere Grafikkarte, einen neuen Namen im Heimnetz (Movix) und eine neue Aufgabe hat: Rechenknecht für das Heimkino! Anlass war der Einzug eines Beamers in unseren seit jeher fernsehlosen Haushalt – das sollte auch so bleiben, aber wir lieeeben Filme!
Emotional bin ich vom Verlust von Jellosubmarine nicht allzu schlimm getroffen, denn sie wurde in den letzten beiden Jahren durch die mobile Rosalyn (Dell Inspiron) etwas in den Schatten gestellt, aber jetzt wo sie weg ist… anyhow, egal warum, ich wollte das Lenovo S205 haben, und es gab jetzt einen Grund zuzuschlagen… und ein Sonderangebot bei Cyberport: Ohne Betriebssystem (bzw. mit FreeDOS), aber mit 4GB RAM!
Eine ausführliche Recherche ergab allerdings, dass der Lenovo und Linux sich nicht ganz so toll verstehen, aber es fanden sich auch einige Blogs, die Workarounds für die reproduzierbar auftretenden Probleme (Bootprobleme wegen GRUB2 und EFI, WLAN funktioniert nicht) vorschlagen. Die Menschen waren sehr kreativ in ihren Vorschlägen, aber einige Strategien haben sich wiederholt, und es gab Berichte von voll funktionalen Ubuntus…. und ich hab jetzt auch eins!
Hier ist das Kondensat aus verschiedenen Anleitungen, so hat’s bei mir funktioniert:
Vorbereitung
- Iso-Image der 64bit-Version (nur die kann mit EFI umgehen) auf einen anderen Rechner runterladen,
- einen bootfähigen USB-Stick damit herstellen (unter Ubuntu geht das mit dem bordeigenen Startmedienersteller),
- den USB-Stick in einen der USB-Ports auf der rechten Seite des Lenovos stecken und das Gerät einschalten,
- beim Booten Fn+F11 drücken, um den USB-Stick als Bootdevice festzulegen,
- Ubuntu startet jetzt, der Bildschirm sieht völlig abgestürzt aus –> Enter drücken, dann kommt man in den Ubuntu Desktop.
Partitionierung der Festplatte
- Jetzt öffnet man das Programm gpartet und sieht eine Partitionsübersicht – da löscht man jetzt beherzt alle existierenden Partitionen,
- dann klickt man auf die letzte verbleibende eingetragene Zeile, geht auf den Reiter “Partition” –> “New” und legt nacheinender vier Primärpartitionen an, die so spezifiziert sind:
- sda1, fat32, 200MB
- sda2, linux-swap, 8000MB
- sda3, ext4, 80000MB
- sda4, ext4, Rest der Platte.
- Das muss man jetzt noch bestätigen, dann kann gparted geschlossen werden.
Installation
Jetzt geht die Installation los – Netzwerkkabel nicht vergessen einzustecken, da ja das WLAN erstmal nicht geht… also: Vom Desktop aus den Installer starten und dem Installationsassistenten Folge leisten!
Kritische Punkte:
- Bei der Frage nach der Festplattenpartitionierung nicht die Default-Einstellung lassen, sondern “Etwas anderes” auswählen –> die vorhin festgelegte Partitionierung erscheint und muss nur noch bestätigt werden;
- in der Partitionsübersicht muss man die Partitionen nochmal durch “ändern” bearbeiten:
- sda1 bekommt aus dem Dropdownmenü den EFI boot als Funktion zugewiesen, keinen Einhängepunkt auswählen;
- sda2 lässt man so;
- sda3 bekommt “/” als Einhängepunkt,
- sda4 bekommt “/home” als Einhängepunkt.
- Installation abschliessen, Neustart, dabei nach Aufforderung den USB-Stick entfernen.
Das WLAN ans laufen bekommen
- Den Hardwareschalter auf der rechten Geräteseite einschalten,
- ein Terminal öffnen und nacheinander diese Befehle ausführen (nach Aufforderung Rootpasswort eingeben):
sudo modprobe acer_wmi
sudo modprobe -r acer_wmi
- In der oberen Statusleiste auf das Netzwerksymbol klicken und bei “Funknetzwerk” einen Haben setzen.
- In den “Einstellungen” –> “Netzwerk” –> “Drahtlos” die SSID des gewünschten WLANs auswählen, Schlüssel eingeben, Haken setzen bei “automatisch verbinden” –> das heimische WLAN öffnet die Tür zur Welt!
So, und jetzt fängt der Spaß mit dem Einrichten an – das ist doch wie einen langen Tag shoppen bei IKEA, oder?
Ach, übrigens: Das Netbook ist auch wirklich toll!
Was ist grün und laut?
Die Weinachtsferien und der damit verbundene Harry-Potter-Marathon hat den 10 Jahre alten JBL Control One, die in unserem Wohnzimmer für Musik und Filmsoundtrack verantwortlich waren den Rest gegeben: Die Schaumstoff-Sicke des Tief-Mitteltöners hat sich in die ewigen Jagdgründe verabschiedet.
Der scheppernde Bass bei den besonders dramatischen Szenen war gemeinsam mit dem draussen herrschenden Sauwetter des letzten Ferienwochenendes Motivation genug, den schon einige Zeit im Keller auf Aktion wartenden Alto-II Bausatz mit einem Gehäuse zu versehen – grün natürlich…
Nach einem Tag im Keller war es vollbracht – die im Baumarkt maßgenau zugeschnittenen Einzelteile waren zusammengedübelt und geleimt, mit passenden Löchern versehen und grün lackiert. Frequenzweiche zusammengelötet, Chassis montiert und ab ins Wohnzimmer zum Probehören.
Der Hund gibt sich unbeeindruckt, die Primaten findens prima: Die Altos machen wirklich Spass, haben ordentlich Wumms im Bass und nerven nicht allzusehr in den oberen Frequenzbereichen – so soll es sein, der passende Sound für jeden Tag.
Projektdetails:
- Bausatz Alto II bei ELV-Elektronik
- Zuschnitt nach Plan 19mm MDF Platten
- Gehäuse mit Holzdübeln geleimt, Ausschnitte mit der Stichsäge
- Lackiert mit Mattlack “Kiwi”
- Gesamtkosten ca. 170EUR, Zeitaufwand ca. 8 Stunden
Wintergemüse im Nicht-Winter
Hat man so was schon gesehen: Da sät man Winterzwiebeln, Lauch und Möhren im Herbst, um die Jungpflanzen über den Winter zu bekommen und im Frühjahr gleich was Frisches aus dem Garten auf dem Teller zu haben – und dann kommt er nicht, der Winter! Die Folge: Das Zeug treibt, wächst und reift vor sich hin, was soll es auch sonst tun! Also habe ich im Dezember bei zehn Grad meine Frühjahrsmöhren geerntet und eingefroren, der Lauch und die Zwiebeln harren noch des Frostes, aber wenn der nicht ziemlich bald kommt wird auch hier demnächst gähnende Leere im Beet herrschen. Nun, mehr Platz für Feldsalat…
Die Möhren kamen heute im Wintergemüseeintopf zu Ehren. Hierbei wollte ich ausprobieren, ob es ein (leckeres!) Gericht gibt, das nur aus Zutaten besteht, die in unserem Garten wachsen. Blöd nur, dass wir schon den ganzen eigenen Knoblauch verputzt haben, die Zwiebeln wie erwähnt noch im Beet stehen, und die Kräuter sind wegen des Süd-Terrassenbaus bis knapp über dem Wurzelstock abgeschnitten, weil sie in der nächsten Saison woanders stehen müssen. Bleiben also die Möhren.
Gut, es soll ein Gericht geben, dass nur aus Zutaten besteht, die in unserem Garten gewachsen sind, wovon aber wegen der relativ kleinen Anbaumenge nichts mehr übrig ist – oder aus Zutaten, die da aus Platzgründen nicht wachsen können (Kartoffeln sind toll, aber wir haben einfach keinen Acker…) oder auf der Liste der anbaufähigen, aber noch nicht ausprobierten Gewächse stehen. Deshalb gibt es Eintopf aus
- Möhren, Kartoffeln und Pastinaken
- Zwiebeln und Knoblauch
- Majoran, Thymian, Rosmarin zum Würzen.
Pfeffer und Salz kommt natürlich auch noch rein, Wasser natürlich zum Garen, und, äh, wegen unseres Proteinbedarfs, weil es so lecker ist und weil wir so einen tollen Metzger haben kommt noch mit rein:
- Rinderhack.
Es war super lecker, und obwohl wir auf den Kartoffelanbau wohl auch weiterhin aus Platzgründen verzichten werden, wird es dieses Jahr definitiv einen Kulturversuch mit den als doch etwas zickig verschrienen Pastinaken geben. Denn obwohl sie endlos lang zum Wachsen brauchen (Aussaat im März, Ernte im November), schädlingsanfällig sein sollen und ich nicht sicher bin, ob der lehmige, schwere Boden hier am Rand der Schwäbischen Alb so das richtige für die Doldenblütler mit der fleischigen Wurzel sind – sie sind echt lecker, und das kann ja nun nicht jedes der klassischen Wintergemüse von sich behaupten…
Übrigens gab es als Getränk zum Wintereintopf die letzten Reste des aus eigener Ernte selbstgemachten Apfel-Birne-Quitte-Süssmostes von Isi und Chrissi – der war ausnehmend lecker, wie schade, dass Süssmost so vergänglich ist! Aber dann freut man sich umso mehr auf die nächste Saison!
Sie wird ein richtiger Hund!
Unfassbar wie schnell sich manche Säugetiere doch entwickeln! Für Hunde jedenfalls können wir das sicher sagen, denn die kleine Indie, war die nicht grade noch ein Hundebaby mit Milchzähnchen und nur mässiger Kontrolle über ihre Blase? Musste man sie nicht eben noch schlafend aus dem Auto ins Haus tragen, weil sie nach dem Ausflug sooo müde war? Und waren wir nicht das Zentrum ihrer Welt, egal wieviele Hunde, Katzen, Rehe, Hasen ihre Duftmarke auf dem Waldweg hinterlassen hatten?
Indie ist jetzt sieben Monate alt, fünf davon hat sie bei uns verbracht – da ist viel passiert!


Am offensichtlichsten sind natürlich die äusseren Veränderungen: Von 5kg Startgewicht mit acht Wochen hat sie es zwischenzeitlich auf schlanke, aber hohe 25kg gebracht (zum Glück müssen wir sie nur noch selten tragen…), die Milchzähne sind nach einem Zahnwechsel, dem doch einige Schuhe zum Opfer gefallen sind, durch ein schon jetzt sehr beeindruckendes Dauergebiss ersetzt (die neuen Opferschuhe werden jetzt nicht mehr perforiert, sondern zerrissen), und so langsam wird sie auch haarig (pünktlich zum Winter). Uns fällt natürlich auch auf, dass sie immer schöner wird
Von aussen weniger sichtbar, aber kein bisschen weniger beeindruckend ist die Persönlichkeitsentwicklung: Missy pubertiert! Das muss vor allem der grosse alte Hundemann des Hauses ausbaden, der sich seine Spielis und sein Körbchen mit deutlichem Nachdruck zurückholen muss… wir hingegen merken immer mehr, dass wir ihren Namen nicht umsonst ausgesucht haben! Sie unternimmt inzwischen durchaus auch mal einen Alleingang und biegt ohne uns um eine Ecke, und natürlich testet sie weiterhin, ob es auch heute noch nicht okay ist, auf’s Bett zu springen. Vorlieben und Hobbies hat sie auch entwickelt: Indie mag arbeiten, und zwar wie ein Retriever! Die früher eher verschmähten Dummies sind jetzt supertoll, und die grösste Freude entfacht eine schöne Fährte. Kleinkunstvorführungen, die wir Menschen ja so niedlich finden, macht sie auch – aber die Leidenschaft liegt woanders (zumindest für die Sieben-Monats-Indie)!
Sie hat übrigens auch beschlossen, Dinge blöd zu finden. Dazu gehören die Reinlichkeitsbemühungen der Primaten und das Abfummeln lassen müssen vom Tierarzt, und eigentlich alles, was nach Einschränkung der persönlichen Freiheit aussieht. Auch nur mässig spannend bis blöd: Andere Hunde, die sie von der Seite anmachen. Überhaupt findet sie es nicht unbedingt nötig, mit anderen Hunden anzubändeln, schliesslich hat sie ihren Nero und trifft sich ja regelmässig mit ihrem Bruder und dem Rest ihrer Familie (Mama, Oma und Onkel), den Ringvales. Und überhaupt: Wenn es nicht gross und schwarz ist, ist es dann überhaupt ein Hund???
Indie und Brüderchen Carus rocken die Wiese… bis Mama Hanni für Ordnung sorgt!
Nero und Carus in unserem Garten: “Mein Garten, meine Indie, meine Spielis. Klar?”
Was man übrigens noch sagen kann: Wenn man seine Sonntage mit netten Menschen und netten Hunden verbringt, trägt das sehr zur allgemeinen Lebenszufriedenheit bei! Und wenn man sich gleich früh morgens verabredet scheint das nur direkt beim Weckerklingeln eine schlechte Idee zu sein – sobald man dann draussen ist, stellt man fest: Das war die beste Idee der Welt!
Und was gibt es schöneres, als dann abends vor dem warmen Kaminfeuer mit einem Tässchen Tee das Wochenende ausklingen zu lassen? Jedenfalls ist man nach einem Tag an der frischen Luft nachgewiesenermassen zu müde (aber das gute müde!), um den Alltag, der noch eine ganze Nacht weit weg ist, anrollen zu hören…
Das kranke iPad
Als vor etwa einer Woche das iPad des Hauses beim Anschluss an die Steckdose das übliche Ladeping verweigert und stattdessen in den Modus für extralangsames Laden wechselt, waren wir zunächst nur verwundert – als jedoch auch beim Anschluss an den USB-Port des Laptops keine Verbindungsaufnahme stattfindet, beginnt dann doch mal die Fehlersuche.
Verschiedene Computer werden zum Kontaktaufnahmeversuch herangezogen, ohne Erfolg, die Symptomatik bleibt unverändert:
- Beim Anschluss an das Ladegerät zeigt das iPad neben dem Batteriesymbol lediglich den Text “Lädt nicht” an (und lädt trotzdem, aber sehr, sehr langsam…)
- Beim Anschluss an einen USB Port wird das Gerät nicht erkannt – weder von iTunes auf einer Windows-Kiste noch als Massenspeicher unter Linux
Eine erste Befragung von Suchmaschinen ergibt, dass das Problem in dieser Form nicht völlig unbekannt ist, jedoch eine Lösung ist nicht auszumachen.
Also zunächst mal den Hilfeassistenten von Apple abarbeiten, ohne Erfolg. iPAd-Einstellungen zurücksetzen – keine Änderung. iPAd auf Werkszustand zurücksetzen – Symptomatik unverändert, aber die Situation deutlich verschlechtert: Das iPad will nun zur Wiederinbetriebnahme zunächst mal mit iTunes sprechen, was sich aufgrund der Kontaktverweigerung zum USB-Port leider als temporär unmöglich darstellt.
Aus dem langsam ladenden iPad ist ein Briefbeschwerer geworden, der Handlungszwang nimmt zu.
Nachdem alle Komponenten mit Ausnahme des Kabels durchgetauscht sind, steht nun der Gang zum Elektohändler an, um das letzte Puzzleteilchen auch noch umzudrehen, aber auch der Herr vom orangeblauen “Fachmarkt” kann nichts neues zur Problemlösung beitragen – auch mit nagelneuem Kabel und teurem iMac kommen iPad und iTunes nicht zusammen. Den Servicebereich des Elektrogrosshändlers verlassen wir (das iPad und ich) wegen offenkundiger fachlicher Mängel (aka Ahnungslosigkeit) eilig wieder in Richtung Heimat.
Ein Anruf beim Apple-Support ergibt, dass man leider, leider nicht mehr kulant sein könne, die Garantiedauer sei nun ja bereits seit 52 Tagen überschritten, somit könne man mir nur die Reparatur zur Pauschale von 260EUR anbieten – ein wenig mehr als der halbe Neupreis vor einem Jahr.
An diesem Punkt schau ich angesichts einer gelinde gesagt etwas ärgerlich dreinblickenden Frau mal, obs nicht eine Anleitung gibt, wie man das Ding aufbekommt – gibts.
Ein erneuter Durchgang durch die Suchmaschinen der Welt ergibt ausserdem einen spannenden Treffer: In einer Antwort auf das Problem Ipad Dock connector no longer working mit identischem Fehlerbild verrät ein Mensch, der “Dinge für seinen Lebensunterhalt repariert”:
Also I would like to add, that 9/10 the solution is very simple. Remove the two dock screws and it generally works.
Das einfache Entfernen zweier Schrauben sollte das Problem lösen? O.K., los zum Baumarkt, ein 5er Torx muss her…
Wenig später, das geöffnete iPad liegt ohne Display vor mir, am USB-Port mit dem PC verbunden – beim Lösen der ersten Schraube ertönt ein leises “Pling”, Massenspeicher gefunden, 260EUR gespart.
Zusammengefasst:
- iPad öffnen wie bei ifixit beschrieben.
- Zwei Schrauben etwas lösen – Konnektivitätsproblem behoben (siehe Bild).
Ich würde ja mal sagen, das ist ein Produktionsfehler, aber gut…
Süße Pinguine
Zwei regelmäßig wiederkehrende Dinge stehen jeden Dezember vor der Tür:
- Der Linux-Arbeitskreis für die Netzwerkadministratoren der PaedML Linux,
- Weihnachten.
Beides sind schöne Anlässe:
Man wird für den Linux-Ak alle drei Monate von der einsamen Arbeit als “IT guy” (das ist ein Terminus technicus, der auch für Frauen verwendet wird… oder kennt jemand ein IT girl???) freigestellt, um den ganzen Tag mit den anderen einsamen IT guys der Region zu fachsimpeln, Problemchen auszutauschen, den DAU des Monats zu küren… und um angeleitet vom Guru in die verborgenen und neuen Geheimnisse der paedML einzutauchen, auf dass es einem den einsamen Alltag dann erleichtern möge!
In Bezug auf Weihnachten bin ich da ambivalenter, aber es überwiegen auch hier definitiv die positiven Aspekte: Weihnachtsgebäck, Kerzen, Licherketten, Feiertage!
Da fragt man sich doch unwillkürlich: Wo konvergieren diese Anlässe? Ich habe lange überlegt, so eine richtige kausallogische Verbindung habe ich allerdings nicht gefunden… wohl aber gefunden habe ich eine reizende Pinguin-Ausstecherform von Ann Clark, die man in Deutschland über American Heritage bekommen kann!
Es war diesmal dann auch besonders feierlich im Ak: Im Schein der Konsolen (Kerzen hätten womöglich die Sprenkleranlage ausgelöst
) saßen wir in der wohligen Abwärme der Geräte, tranken Automatenkaffee und haben uns die süßen Pinguine schmecken lassen – was für ein Jahresausklang!
Backen tut man die Tierchen aus 300g Zucker, 300g Butter, 225g Mehl und einem Ei. Das reicht, bei etwa 5mm Teighöhe im ausgerollten Zustand, für 24 der (ziemlich großen) Pinguine. Dass dreistufige “frosting” kommt noch drauf, wenn das Gebäck abgekühlt ist.
Die schönste Jahreszeit
Endlich ist es wieder Herbst!
Trübes Wetter, feuchte Kälte, frühe Dämmerung und dicke Klamotten? Ja bitte! Der Herbst ist doch nicht der kleine Bruder vom Winter, also ist das alles erstmal relativ zu sehen. Trübes Wetter ist doch prima: Endlich kann man sich wetterlegitimiert unter seine Wolldecke auf’s Sofa verziehen, Musik hören und Bücher lesen. Mach das mal bei 30° im Schatten – das ist nicht nur physiologisch schlecht sondern vor allem auch sozial, weil es sich mit dem gruppenidentitätsstiftenden Sommeraccessoir “Grillstecken” so gar nicht verträgt… wobei die Grillsteckensache auch toll ist, aber alles zu seiner Zeit – man will ja gar nicht immer sozialfördernd frohsinnig sein!
Dann die feuchte Kälte: Da ist es dann plötzlich nicht mehr irgendwie unbestimmt kühl, nein, die feuchte Kälte ist heftiger und erfordert ein knisterndes Kaminfeuer und einen großen Becher Tee. Es macht wieder einen Unterschied, ob man draußen oder drinnen ist: Nach draussen geht man bewusst, um die letzten schönen Tage, den bunten Wald oder die Herbstblüher zu genießen, um Kastanien zu sammeln oder den Drachen steigen zu lassen. Und wenn man fertig ist, freut man sich auf die Wärme drinnen.
Und ganz ehrlich: Die frühe Dämmerung ist doch ein Segen! Das fängt schon mit dem Feierabenfeeling an: Im Sommer ist es ja noch hell, da fährt man noch nicht runter, also kann man ja ebenso gut nochmal an den Schreibtisch zurück. Da zwingt uns in den dunkleren Jahreszeiten das Melanin schon viel früher zum Einleiten der Erholungsphase am Ende des Arbeitstages! Passend zu diesem Phänomen gehen jetzt ja auch wieder die ganzen neuen Staffeln unserer Lieblingsserien an den Start: House M.D., Grey’s Anatomy, Big Bang Theory, Happy Endings, How I Met Your Mother,… das kann doch kein Zufall sein, oder? Ausserdem kann man zwischendurch auch immer mal wieder die ein oder andere Folge Gilmore Girls sehen – natürlich nur, um den Indian Summer auch noch in die ultimative Herbst-Experience mit aufzunehmen…
Dicke Klamotten sind eigentlich immer toll, im Sommer nur eben unpraktisch, aber mal ehrlich: Gegen den tollen Mantel, die gefütterten Stiefel, den Schal und die Handschuhe kommt doch kein Sommerkleid an (Von viel zu engen T-Shirts, die mit kurzen Hosen und Flipflops stilunsicher kombiniert werden, mal ganz zu schweigen…)! Das Rausholen der dicken Klamotten ist, wie auch das Einziehen der Winterdecke, der ultimative Indikator dafür, dass das Jahr schon bald rum ist – und ein neues Jahr in den Startlöchern steht!
So viele Gründe, den Herbst toll zu finden, und dabei wurden die besten Gründe noch gar nicht genannt! Falls es noch Argumenten für die Auszeichnung des Herbstes als beste Jahreszeit überhaupt bedarf – wie wäre es hiermit:
Die Stechmücken sind tot; die Herbstblüher geben alles, um mit der Herbstfärbung der Blätter zu konkurrieren; im Garten kann man noch Wintergemüse anbauen, aber das Unkraut wächst viel langsamer; Kürbissuppe, Punsch und bald sogar Spekulatius sind wieder gesellschaftsfähig; bald darf man wieder Lichterketten aufhängen!












